Finanzierungsmodell

Die technische und organisatorische Open eGov-Infrastruktur ist durch das Bundesamt für Justiz (BJ) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in den Jahren 2003 bis 2007 kontinuierlich aufgebaut worden. Nachdem beide ihre E-Government Projekte mit grossem Erfolg realisiert hatten, wurde beschlossen, die getätigten Investitionen sinnvoll weiter zu nutzen. So kann die gesamte Verwaltung davon profitieren, was zu einer rascheren Verbreitung von E-Government Angeboten beitragen dürfte.

Das Open eGov Finanzierungsmodell beruht auf drei Prinzipien:

  • Eigene Kosten tragen: Jede Organisation trägt die Entwicklungskosten für ihr E-Government Projekt selber, von der Idee bis zum Rollout. Dabei fallen ausschliesslich effektive Kosten an. Namentlich gibt es keine "Amortisation" zu Gunsten der Investoren SECO und BJ und auch keine Lizenzgebühren, weil alle eingesetzten Open eGov-Module aus dem Open Source Arsenal stammen.
     
  • Nutzen vermehren: Jede Organisation, die eine Lösung umsetzt, ist damit einverstanden, dass geeignete Elemente als neue Service-Module in den Open eGov-Katalog aufgenommen werden. Damit profitieren nachfolgende Projekte erneut von aktuellen Entwicklungen, so wie das eigene von früheren.
     
  • Investitionen schützen: Eine Softwareplattform, die nicht gepflegt, aktiv weiterentwickelt und an neue Bedürfnisse angepasst wird, kann nicht dauerhaft als Basis für Projekte verwendet werden. Daher hilft jedes Projekt, die Kosten für die Pflege der Plattform zu tragen, indem Änderungen an der Plattform so vorgenommen werden, dass andere mit profitieren.

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nach oben Letzte Änderung 10.12.2014