PayGov

Kurzbeschreibung

PayGov ist der Service von Open eGov, mit welchem Dienstleistungen der Ämter an Bürger/innen verkauft werden können. Mit PayGov kann eine Zahlung sicher und vertrauenswürdig abgewickelt werden.

PayGov zeichnet sich durch die folgenden Eigenschaften und Vorteile aus:

  • ideal für nicht automatisierte Geschäftsprozesse der öffentlichen Verwaltung
  • ideal wenn eine separate Payment Anbindung zu teuer ist
  • Ausstellung elektronischer Zahlungsbelege, welche
     
    • weitergegeben werden können
    • fälschungssicher sind (digital signiert)
    • ausgedruckt werden können.

Das folgende Bild illustriert den Einsatz von PayGov: Eine Bürgerin/ein Bürger erfasst die zur Erbringung einer Dienstleistung notwendigen Daten (1), bezahlt via SPS/adminpay (2) und erhält einen Zahlungsbeleg (4). Der Zahlungsbeleg ermächtigt ihn/sie zum Bezug der bezahlten Dienstleistung.

PayGov

PayGov erstellt signierte und fälschungssichere digitale Zahlungsquittungen im pdf-Format. Die Zahlungsbelege sind einmalig (aufgrund ihrer UUID) und enthalten maschinenlesbare Informationen (Metadaten) über die bezahlte Dienstleistung.

Die Zahlungsquittungen können im Verkehr zwischen Bürger/in und Amt elektronisch (E-Mail) ausgetauscht werden, ihre Echtheit und Gültigkeit ist über Internet jederzeit prüfbar (Open eGov Validator) und sie können durch das Amt und die Dienstleistungserbringer/in elektronisch entwertet werden.

Zusammenhang mit adminpay

adminpay wird mittlerweile von verschiedenen Bundesbehörden, aber auch von kantonalen und kommunalen Behörden eingesetzt. Da adminpay aber immer einen Online-Prozess braucht, von dem her es aufgerufen wird, wird es für die Fälle, wo es keinen solchen hat oder dessen Aufbau zu teuer ist, notwendig, einen stellvertretenden Online-Prozess anzubieten. Diese Aufgabe übernimmt PayGov.

Einsatzmöglichkeiten von PayGov

Der Kerngedanke von PayGov ist, die Vorteile von adminpay auch leichtgewichtigen Abläufen zugänglich zu machen. Um dies zu erreichen, wird die eigenständige, auf adminpay aufbauende Bezahlanwendung PayGov im wesentlichen über signierte Zahlungsquittungen, die über E-Mail versendet werden, in die existierenden Verwaltungsabläufe eingebunden. Die folgenden Beispiele illustrieren, wie dies aussehen könnte.

PayGov existiert im Moment nur als Prototyp.

Beispiel: Telefonische Bestellung einer Parkkarte

Frau W. ruft bei der Verwaltung an und möchte raschmöglichst eine Parkkarte für ihre Wohnsitzgemeinde zugeschickt zu erhalten. Mit PayGov könnte dies wie folgt abgewickelt werden.

  • Frau W. meldet sich telefonisch bei der Verwaltung und wird mit dem Sachbearbeiter verbunden.
  • Der Sachbearbeiter sendet Frau W. per E-Mail einen Weblink auf ein für die Wohnsitzgemeinde vorkonfiguriertes Formular.
  • Frau W. öffnet das E-Mail, wählt den Weblink an und ergänzt das Formular lediglich noch um die persönlichen Daten (Name, Autonummer). Anschliessend bezahlt sie den geschuldeten Betrag mit ihrer Kreditkarte auf einer adminpay Seite.
  • Nach Abschluss des Bezahlvorgangs sendet PayGov Quittungen über die erfolgreiche Bezahlung an Frau W., den Sachbearbeiter sowie den Finanzdienst des Amtes.
  • Nach Erhalt der Quittung kann der Sachbearbeiter sofort die Parkkarte ausstellen, da der Zahlungseingang sichergestellt ist. Die Quittung kann jederzeit über den PayGov Validator geprüft werden.
  • Am nächsten Tag erhält Frau W. wie gewünscht die Parkkarte.

Beispiel: Bestellung einer Parkkarte im Web ohne Online Prozess

Gemeinde X will keinen Online Bestellprozess für Parkkarten-Bestellung aufbauen. Sie setzt auf ihre Web-Site nur eine Instruktion.

Anleitung auf Webseite: "Wenn Sie eine Parkkarte bestellen möchten, so klicken Sie auf unseren PayGov Link und bezahlen Sie die Gebühr online. Wir schicken Ihnen dann die Parkkarte sofort zu."

Hinter dem PayGov Link versteckt sich ein PayGov Formular über das der Bezahlende Name, Adresse e-MailAdresse und Autonummer erfasst. Wenn er mit adminpay bezahlt hat, so stellt PayGov die Zahlungsquittung mit den vom Bezahlenden im PayGov Formular angegeben Daten aus und sendet diese an die e-Mail-Adresse des/der Zuständige/n für Parkkartenausstellungen bei der Gemeinde, an den Finanzdienst der Gemeinde und an die Person die bezahlt hat.

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nach oben Letzte Änderung 10.12.2014